Kliestow mit den Splittersiedlungen Zelle und Ziegelei
Dorfstraße
Der Ort liegt nördlich der Kreisstadt an der B101 in unmittelbarer Nähe der Stadt Trebbin. Zu Kliestow gehören
noch die Splittersiedlungen Ziegelei und Zelle, wobei erstgenannte ebenfalls an der B101 auf dem Wege nach
Luckenwalde leigt. Ihren Namen hat die Häusergruppe dadurch, dass hier in den 20er Jahren eine große Ziegelei
betrieben wurde. Einen Bahnhof hat Kliestow nicht, obwohl durch das Territorium der Gemeinde die wichtige
Eisenbahnmagistrale Berlin - Leipzig führt. Dafür bestehen regelmäßige Busverbindungen nach Luckenwalde und Trebbin.
Im Jahr 1375 wurde der Ort erstmals urkundlich unter dem Namen "Kleistow" erwähnt und zwar im Landbuch Kaiser Karls IV.
Bekannt ist, dass die sich in Kliestow befindliche Burg um das Jahr 948 herum zum ständigen Wohnsitz slawischer
Stammesadliger mit ihrem Gefolge wurde. Der Burgwall in der Wiesenlandschaft von Kliestow ist erhalten geblieben
und stellt heute ein Kulturdenkmaal von großem historischem Wert dar. Über ABM-Maßnahmen muss versucht werden,
diesen geschichtsträchtigen Ort zu sanieren und interessierten Bürgern und Touristen zugänglich und erlebbar zu machen.
Freiwillige Feuerwehr
Kliestow wird heute von 310 Bürgern bewohnt, 151 männlichen und 159 weiblichen. Die Arbeitslosigkeit hält sich
in Grenzen. 40 Mitglieder zählt die Kliestower Feuerwehr. Es gibt eine Frauen-, eine Kinder und eine
Jugendgruppe und neben der Männergruppe noch die Altersabteilung.
Die Kliestower Schüler lernen größtenteils in Trebbin, die Jüngeren werden in den Kindergärten Trebbins
und Klein Schulzendorfs betreut. In Kliestow gibt es mehrere kleine Gewerbegebiete, die sich gut in die
ländliche Struktur einpassen.
Einkaufsmöglichkeiten gibt es in Kliestow nicht mehr, eine Grundversorgung wird jedoch durch mobile Händler
sichergestellt. Um größere Einkäufe zu erledigen, um ein Arzt, eine Bank oder die Stadtverwaltung aufzusuchen,
muss man ca. 2 km bis nach Trebbin fahren. Um diesen Fahrtweg auf der vielbefahrenen B101 gefahrloser zu machen,
hat die Gemeinde erfolgreich um einen Radweg gekämpft. Seit dem Frühjahr 2004 ist dieser nun fertig und wird
von Radfahrern wie Spaziergängern, von Rollstuhlfahrern und Muttis mit Kinderwagen gleichermaßen
intensiv genutzt.
Ganz entscheidend bestimmt wird das dörfliche Leben durch die Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr mit
Ihren "Abgebrannten", durch die "Kliestower Plaudertaschen" und den Kegelverein. Jeder, der sich und seine
Ideen einbringen will, ist herzlich willkommen, denn: "Nur einig sind wir stark!"