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Für Igel und andere Tiere sind Mähroboter im Garten lebensgefährlich.

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Warum sind Mähroboter gefährlich für Igel?

Igel sind Mährobotern nahezu schutzlos ausgeliefert. Anders als viele andere Wildtiere flüchten sie bei Gefahr nicht, sondern rollen sich zusammen und richten ihr Stachelkleid auf. Dieser natürliche Schutzmechanismus bewahrt sie jedoch nicht vor den scharf rotierenden Klingen eines Mähroboters. Die dabei entstehenden Verletzungen sind häufig so schwer, dass sie für die Tiere tödlich enden.

Dabei stehen Igel nach dem Bundesnaturschutzgesetz unter besonderem Schutz. Sie dürfen weder gefangen, verletzt noch getötet werden.

Gesunde Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv. In dieser Zeit verlassen sie ihre Verstecke, um nach Nahrung zu suchen. Viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer lassen ihre Mähroboter jedoch gerade am späten Abend oder in der Nacht fahren, wenn der Garten nicht mehr genutzt wird. Genau dann ist das Risiko für Igel besonders hoch.

Aber auch ein Betrieb am Tag ist nicht völlig ungefährlich. Kranke oder geschwächte Igel sowie junge Igel, die ohne ihre Mutter unterwegs sind, können auch tagsüber auf Nahrungssuche sein und dabei von einem Mähroboter verletzt oder getötet werden.

Die Gefahr beschränkt sich nicht auf Igel. Auch Amphibien, Frösche und viele weitere Kleintiere fallen den scharfen Klingen von Mährobotern zum Opfer.

Hinzu kommt ein weiterer negativer Effekt: Mähroboter halten Rasenflächen dauerhaft kurz und beseitigen blühende Pflanzen, die Wildbienen, Schmetterlingen, Käfern und anderen Insekten als Nahrungsquelle dienen. Dadurch nimmt das Nahrungsangebot für viele Arten ab – auch für den Igel, der überwiegend Insekten frisst.

Fehlen Insekten, weichen Igel verstärkt auf Schnecken als Nahrung aus. Diese übertragen jedoch häufig Parasiten, die Igel krank machen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen können. Wer Igel und die Artenvielfalt im Garten fördern möchte, verzichtet deshalb am besten ganz auf einen Mähroboter.

 

Garten für Igel gestalten: Die sechs wichtigsten Tipps

Mit wenigen Maßnahmen können Sie Ihren Garten zu einem wertvollen Lebensraum für Igel machen:

 

  1. Pflanzen Sie einheimische Stauden und Gehölze.

Einheimische Pflanzen bieten zahlreichen Insekten Nahrung und Lebensraum. Da Igel Insektenfresser sind, profitieren sie von einem vielfältigen Pflanzenangebot.

 

  1. Verzichten Sie auf Pestizide und andere Chemikalien.
    Pflanzenschutzmittel und Schneckenkorn können für Igel gefährlich sein. Fressen sie belastete Insekten oder Schnecken, kann dies ihre Gesundheit erheblich beeinträchtigen.

     

  2. Lassen Sie Laub, Äste und Gestrüpp liegen.

Unter Hecken oder in lockeren Laub- und Reisighaufen finden Igel Material für ihre Nester und geschützte Rückzugsorte. Solche Strukturen dienen ihnen sowohl als Tagesversteck als auch als Winterquartier.

 

  1. Schaffen Sie Durchgänge zu Nachbargärten.

Igel legen auf der Nahrungssuche oft weite Strecken zurück. Kleine Durchgänge in Zäunen oder Hecken ermöglichen ihnen den Zugang zu mehreren Gärten.

 

  1. Verzichten Sie auf Mähroboter und mähen Sie seltener.
    Lassen Sie einzelne Bereiche Ihres Gartens ungemäht. Solche Wieseninseln bieten Insekten und Igeln wertvolle Rückzugsräume und erhöhen die Artenvielfalt.
  1. Entscheiden Sie sich für einen Kräuterrasen.
    Ein Kräuterrasen benötigt weniger Pflege als ein herkömmlicher Zierrasen. Er muss seltener gemäht, kaum gedüngt oder bewässert werden und bietet gleichzeitig vielen Insekten Nahrung und Lebensraum.

 

 

Ihr Ordnungsamt der Stadt Trebbin

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