Geplantes Rechenzentrum am Ortseingang von Trebbin

Vorbereitungen des Bauvorhabens laufen.
Am Ortseingang von Trebbin, im Bereich des Möbellagers Porta, wird derzeit die Entwicklung eines größeren Bauvorhabens vorbereitet. Auf dem Areal möchte ein Investor ein Rechenzentrum errichten. Für das betreffende Gebiet besteht bereits ein rechtskräftiger Bebauungsplan. Auf dieser Grundlage wurden Genehmigungen für den Bau von zwei größeren Gebäuden sowie eines Umspannwerks erteilt. Mit der Errichtung dieser Gebäude wird nun begonnen. Für den späteren Betrieb eines Rechenzentrums sind darüber hinaus weitere Genehmigungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) erforderlich. Zuständig hierfür ist das Landesamt für Umwelt (LfU). Im Rahmen dieses Genehmigungsverfahrens werden unter anderem die möglichen Auswirkungen auf die Umwelt sowie der Bedarf an verschiedenen Ressourcen geprüft. Dabei geht es insbesondere um die Themen Wasser und Abwasser, Energieversorgung, Wärmeentwicklung, Geräuschimmissionen, Abgase und weitere mögliche Umwelteinwirkungen. Die entsprechenden Prüfungen durch die zuständigen Behörden sind derzeit noch nicht abgeschlossen. Darüber hinaus ist für das Vorhaben die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung zu einer größeren Schornsteinhöhe erforderlich. Eine solche Zustimmung soll aus Sicht der Stadt erst dann erfolgen, wenn die städtebaulichen Belange der Stadt Trebbin in einem entsprechenden städtebaulichen Vertrag mit dem Investor geregelt sind.
Hierzu befindet sich die Stadtverwaltung derzeit in Gesprächen und Verhandlungen mit dem Investor. Eine Arbeitsgruppe der Stadtverordnetenversammlung ist ebenfalls in die Beratungen zu den Inhalten des städtebaulichen Vertrages eingebunden. Ziel der Stadt ist es, die Interessen der Stadt und ihrer Einwohnerinnen und Einwohner bei der weiteren Entwicklung des Vorhabens angemessen zu berücksichtigen. Insbesondere sollen mögliche Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Umwelt so gering wie möglich gehalten werden. Hierzu hat die Stadt dem Investor bereits einen ersten Fragenkatalog übermittelt. Die darin enthaltenen Fragen sollen unter anderem dazu beitragen, offene Punkte zu den Auswirkungen und zum Betrieb des geplanten Rechenzentrums zu klären. Für die Trebbinerinnen und Trebbiner ist derzeit eine öffentliche Informationsveranstaltung zum geplanten Rechenzentrum für den 4. November 2026 vorgesehen. Dort sollen die bisherigen Erkenntnisse vorgestellt und Fragen aus der Bevölkerung beantwortet werden. Ob dieser Termin wie geplant stattfinden kann, hängt vom weiteren Fortschritt der Gespräche und Verhandlungen zwischen der Stadt und dem Investor ab. Die Stadt wird über den endgültigen Termin und den weiteren Ablauf rechtzeitig informieren.
Die Stadtverwaltung wird die weiteren Entwicklungen und die noch ausstehenden Genehmigungsverfahren weiterhin aufmerksam begleiten und die Öffentlichkeit über wesentliche neue Erkenntnisse informieren.
Frau Pfeiffer
Hauptamtsleiterin
stellv. Bürgermeisterin